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Wir brauchen eine flexiblen Elternurlaub

Zurzeit haben Mütter in der Schweiz einen Anspruch auf 14 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub. Während dieser Zeit erhalten die Mütter mindestens 80% ihres vorherigen Lohnes. Der Vater hat keinen gesetzlichen Anspruch.

Auf diesen Missstand zielt auch die Eidgenössische Volksinitiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie» ab. Die Basler SP fordert nun einen Kantonalen Elternurlaub von 38 Wochen. Dabei soll der Mutterschaftsurlaub wie bis anhin bei 14 Wochen liegen, dazu kommen ein Vaterschaftsurlaub von 8 Wochen sowie zusätzliche 16 Wochen zur freien Einteilung zwischen den Elternteilen. Wie diese „Reform“ finanziert werden soll, ist unklar.

Die Jungliberalen sehen hier Handlungsbedarf. Sie fordern deshalb die Einführung eines Elternurlaubs von 22 Wochen. Dabei sind mindestens 10 Wochen für die Mutter zu reservieren. Die restlichen 12 Wochen sollen frei unter den Eltern aufgeteilt werden können. Es ist nicht das Ziel den Mutterschaftsurlaub zu kürzen, sondern die freie, liberale Familiengestaltung zu fördern. Falls sich die Elternteile nicht einigen können, stehen der Mutter automatisch 16 Wochen und dem Vater die verbleibenden 6 Wochen zu.

Dieser längere, vor allem flexiblere und moderne Elternurlaub führt natürlich zu Mehrkosten. Die Mehrkosten dürften nach groben Schätzungen auf der Basis der Zahlen der Ausgleichskasse Basel-Stadt bei unter 10 Millionen Franken liegen. Die Jungliberalen sind der Meinung, dass die Finanzierung des Elternurlaubs nicht ausschliesslich durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer erfolgen soll; auch der Kanton müsste Beiträge entrichten.

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