Auf Initiative der Jungliberalen Basel (JLB) reicht die LDP-Fraktion im Grossen Rat eine Motion ein, welche eine Informationskampagne für die ganze Bevölkerung verlangt, das eigene Verhalten so zu ändern, dass der CO2-Ausstoss reduziert werden kann . Die für das Klima positiven Erkenntnisse und Folgen des coronabedingten Lock-Downs sollen genutzt werden.

Während des Lock-Downs ist deutlich weniger CO2 ausgestossen worden, international und auch lokal. Insbesondere das Mobilitätsverhalten war anders als gewohnt. Es wurde auf Flüge ebenso verzichtet wie auf physische Zusammentreffen. Arbeitswege entfielen wegen Home-Office-Regelungen.

Diese für das Klima positiven Folgen einer schwierigen Situation sollen genutzt werden. Es hat sich gezeigt, dass alternative Verhaltensweisen zur Verbesserung des Klimas führen. Also ist zu prüfen, was ohne Verlust an Wirtschaftskraft und Lebensqualität geändert werden kann, um weniger CO2 auszustossen. Diese breite Informationskampagne soll möglichst individualisiert sein. Zielgruppen müssen Einzelpersonen, Familien, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Gewerbebetriebe, Vermieter, Mieter etc. sein. Es muss für die Angesprochenen erkennbar und quantifizierbar sein, inwiefern Verhaltensänderungen zur Verbesserung der Situation beitragen. Dazu können Beispiele und auch Tabellen dienen.

Die JLB, welche bereits den erfolgreichen Anstoss zur Bildung einer Sonderkommission Klima und Umwelt des Grossen Rates gegeben haben, und die LDP sind überzeugt, dass eine solche deutlich wahrnehmbare Kampagne Wirkung erzielen kann. Die Freiwilligkeit ist wichtig, so können rascher Erfolge erzielt werden als mit zeitaufwändigen und umstrittenen Gesetzgebungsverfahren.