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Die Jungliberalen Basel (JLB) zum Klimastreik

Die JLB begrüssen, wenn sich auch andere junge Menschen für politische Ziele einsetzen. Klimapolitik ist auch aus jungliberaler Sicht enorm wichtig. Es ist entscheidend, dass unsere ganze Gesellschaft auf die Probleme der Zukunft aufmerksam gemacht wird. Jedoch lehnen wir das Fernbleiben vom Schulunterricht ab.

Die JLB begrüssen, dass die nächste Kundgebung der Jugendlichen ausserhalb der Schulzeit an einem Samstag stattfindet. Dadurch wird das eigentliche Anliegen, die Klimapolitik, allein in den Vordergrund gerückt. Eine Demonstration schafft Aufmerksamkeit für das Thema, hilft aber nicht, den Ausstoss von CO2 zu vermeiden.

Eigenverantwortung ist für die JLB wichtig. Deshalb müssen wir Jungen – auch 
ohne gesetzliche Verpflichtung – den CO2 Ausstoss so weit als möglich vermeiden. Konkret heisst das betreffend Mobilität: Verzicht auf Flugreisen auf Strecken, für die mühelos der Zug genommen werden kann, wie z.B. in unsere Nachbarländer, und Benutzung des Velos und des ÖV.
Betreffend Ernährung: Bevorzugung regionaler und saisonaler Produkte, Reduktion von Plastikverpackungen, Gebrauch von wiederverwendbaren Tragtaschen, bewusster Fleisch- und Fischkonsum (Qualität über Quantität).
Betreffend Alltagsverhalten: Sparsamer Stromverbrauch, angepasste Raumtemperatur für Wohnen und Arbeiten im Sommer und Winter (Klimaanlage/Heizung), fachgerechtes Lüften (Stosslüften), ökologisches Grillieren im Sommer (Kohle)

Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie jede und jeder von uns zur Reduktion des CO2 Ausstosses beitragen kann. Das diese Schritte allein nicht ausreichen, um den Klimawandel zu stoppen, ist uns bewusst. Auch Massnahmen seitens des Staates sind notwendig. Der Bau von Plus-Energie-Gebäuden sowie die Energieeffizienz (z.B. Fensterisolation) sind zu fördern. Auch die Wirtschaft steht in der Verantwortung zur Reduktion des CO2 Ausstosses beizutragen. Innovative Lösungen bedingen entsprechende Forschungsarbeiten. Bund und Kantone sollen Anreize setzen, damit rasch konkrete Verbesserungen erzielt werden können. Als Teil dieser Bemühungen ist auch ein vernünftiges CO2- Gesetz erstrebenswert, dies kann auch eine Abgabe für Treibstoffe und weitere direkte Besteuerungen der Verbraucher von CO2 Ausstoss intensiven Produkten, Dienstleistungen und Aktivitäten beinhalten. Hier sind nun die Mitglieder des Ständerats gefordert. 
Ebenfalls braucht es Anpassungen von Spezialgesetzen wie zum Beispiel zur Vermeidung von Food Waste und Reglementierungen zum Einsparen von Verpackungsmaterial (Plastik).

Die JLB schlagen vor, dass die streikenden Schülerinnen und Schüler mit konkreten, messbaren und realistischen Forderungen an die lokalen Entscheidungsträger gelangen, um lokal umsetzbare Massnahmen zu fordern, bei denen es realistisch ist, dass Taten folgen können. Die Parteimitglieder befürworten Handlungen im Sinne des Mottos „think global, act local“, und werden sich weiterhin für den Schutz der Umwelt und der Verlangsamung des Klimawandels engagieren.

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